Caching USA Teil 2 – Mein Besuch im HQ und weitere Erlebnisse im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Verfasst am 24. November 2014 von Daniel Pflieger

Dies ist die Fortsetzung des Blogs vom 14.10.2014

Es war Zeit für den Bus und die Weiterfahrt nach Cave Junction, Oregon. Dort folgten zwei aufregende aber relativ Cache-arme Wochen mit viel Zeit in den Wäldern. Gesucht haben wir eher Pilze, denn es waren Händler in der Stadt und damit kann man zeitweise durchaus seinen Lebensunterhalt bestreiten. Auch war ich das erste Mal Jagen und zwar erfolgreich! Ich weiß nun außerdem, dass Hirsch-Burger sehr gut schmecken.

In der Gegend gibt es nicht viele Geocaches. Zudem sind davon viele weg, teilweise seit über zwei Jahren. NM Logs oder gar deaktivierte Caches habe ich trotzdem nicht gesehen.

In den Bergen konnte ich zwei ganz nette Tradis finden, in der Stadt gab es überwiegend langweilige Tradis, die ab und zu nicht mal über eine Dose verfügten. Die Lust aufs Suchen war daher nicht so ausgeprägt.

Spannend war die Suche nach einem Benchmark. Auch dieses Icon wollte ich gerne in meinem Profil sehen. In der Nähe waren einige gelistet, viele davon wurden noch nie gefunden. Der erste Versuch führte mich auf ein weitläufiges Privatgrundstück, wo ich die Suche jedoch nach kurzer Zeit abgebrochen habe.

Beim nächsten Versuch habe ich mich auf solche verlegt, die zumindest schon einmal entdeckt worden waren. Ich fand auch eine, bin mir jedoch nicht sicher, ob das so richtig ist, denn die Plakette entsprach nicht der Beschreibung.

Erst in Kalifornien klappte es dann, ich fand eine, die sowohl an der richtigen Stelle war und auch der Beschreibung entsprach – G73 Diese Variante ist schon auch spannend, das Aufspüren hat Spaß gemacht. Eine Dose am Schluss ist mir aber trotzdem lieber.

Hervorheben möchte ich noch einen Cache in den Redwoods, welcher natürlich von seiner Umgebung lebt. Dort kann man mit einem einfachen Blick nach oben mal wieder seinen Platz in der Welt finden.

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Und auch bei Cave Junction habe ich noch ein kleines Juwel gefunden, nämlich $8 Boardwalk. Hier war sowohl der Ort als auch der eigentliche Cache sehr stimmig. Sehr sehenswert und handwerklich gut gemacht!

Die richtigen Cache-Highlights gab es erst auf dem Rückweg nach Seattle. Allein wegen seiner historischen Bedeutung ist natürlich der Original Stash Tribute Plaque ist nennenswert. Bemerkenswert außerdem ist der nur 20 m entfernte Un-Original Stash. Einfache Dose aber zwei so nah beieinander liegende Tradis habe ich noch nie gesehen.

Inspiriert durch die tolle Installation in Seattle habe ich mir weitere Caches von goblindust angeschaut. In Portland war das DR. Who. Extrem toller Cache, der auch in diesem Video zu sehen ist. Toll daran ist auch die Location, eine VW Werkstatt mit großer Käferliebe und Modellautosammlung. Dort trafen wir auch einen Deutschen, der uns viel über die VW Käfer Verrücktheit einiger Amis erzählt hat.

Und schließlich einer der besten Caches, die ich je gemacht habe: Johnny Islands Throne Room. So groß, so aufwendig, so genial. Mehr kann ich nicht sagen, alles andere wäre gespoilert. Unbedingt machen, wenn ihr mal in der Gegend seid!

Fazit:

Es war eine aufregende und ereignisreiche Reise. Erholung gab es wenig, dafür aber viele Eindrücke. Ich habe tolle Caches gesehen, musste aber sehr gezielt danach suchen. Unter den 1,4 Millionen in den USA sind die Juwelen rar.

Als Nebenprodukte gab es zwei neue Icons und 5 Souveniers fürs Profil – auch schön!

Nun ist mein Ehrgeiz geweckt und die Reiseplanung zum letzten APE Cache in Brasilien ist in Vorbereitung. Wer will mit?

Caching USA Teil 1 – Mein Besuch im HQ und weitere Erlebnisse im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Verfasst am 14. November 2014 von Daniel Pflieger

Seit Anfang 2013 arbeiten wir nun schon recht intensiv mit Groundspeak zusammen, meist im Zusammenhang mit GeoTours. Der bisherige Kontakt verlief überwiegend über Mail und Skype.

Ein erstes persönliches Treffen mit Bryan ergab sich Anfang Oktober in Leipzig. Wie das verlaufen ist, könnt ihr hier lesen.

Als Statistik-affiner Geocacher hatte ich natürlich schon vor einiger Zeit damit begonnen, auf das einzigartige Icon vom Geocaching Headquarter  zu schielen. Im Frühjahr 2014 konkretisierten wir daher die Pläne für eine USA Reise. Kombinieren wollten wir einen schon lange fälligen Familienbesuch in Oregon, einen Geschäftstermin mit dem Groundspeak-Team und natürlich mit dem einen oder anderen Geocache-Erlebnis.

Am 24.10 war es dann endlich soweit. Abflug in Hamburg, Zwischenstopp in London und dann 9 Stunden über den Ozean und den kompletten Kontinent – das war schon nicht ganz stressfrei, besonders mit zwei kleinen Kindern.

In Seattle hat uns ein Freund der Familie abgeholt und erst mal bei sich zu Hause in Snoqualmie einquartiert. Den ersten Tag verbrachten wir mit Orientierung, Kindersitzbeschaffung und früh zu Bett gehen.

Am zweiten Tag wurden uns einige Highlights der Stadt gezeigt. Darunter eine Fahrt mit der Fähre nach Bainbridge. Dort gibt es eine Reihe hoch favorisierter Caches, was ich allerdings erst im Anschluss heraus fand. Viel besser als alle Favoritenpunkte der Welt war jedoch die Sichtung von vier Killerwalen! Schon beeindruckend, plötzlich solch eine Flosse aus dem Wasser ragen zu sehen.

Im Anschluss nahmen wir uns den ersten Teil der GeoTour vor, nämlich die Caches HQGT: A Bedazzling ViewHQGT: Chairy TreeHQGT: Troll Droppings, und HQGT: Fremont Library

Heraus zu heben ist der Troll unter der Brücke, das muss man einfach gesehen haben.

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Am folgenden Tag war der Termin im HQ für 10 Uhr angesetzt. Mit dem Bus fuhr ich in die Gegend, um die GeoTour zu vollenden. Die zweite Hälfte hat mir deutlich besser gefallen. Dabei waren HQGT: Within Reach bei dem mir der Code besonders gut gefallen hat. Natürlich auch HQGT: De Libertas QuirkasHQGT: Beneath AuroraHQGT: Geo Post Office (eine gut gemachte und recht große Letterbox) und HQGT: Ode to the Golgafrinchan Phone Workers (ein echtes Highlight und Initiator, mich mit dem Owner etwas intensiver zu beschäftigen.). Dazu jedoch später mehr.

Um 9 Uhr war ich damit fertig und ich war gerade auf der Suche nach eine freien W-LAN Netz, als ich von einem kleinen Mann angesprochen wurde. Es war Brian, der mich an meiner GeheimPunkt Tasche erkannt hat!

Er nahm mich mit nach oben ins Büro und hat mich in der Küche abgesetzt, wo es tollen Kaffee und leckere Bagels gab.

Dort hätte ich warten und arbeiten können, jedoch kamen ständig nette Leute an den Tisch und unterhielten sich mit mir.

Intensiv war das Gespräch mit Cindy, die gemeinsam mit 2 oder 3 anderen Kollegen die über 400 freiwilligen Helfer (Reviewer und Übersetzer) weltweit betreut. Sie spricht auch ein wenig deutsch und sie gab mir einige Cache-Empfehlungen.

Ruck zuck war es 10 Uhr und Jenn nahm mich mit auf einen Rundgang durch das Büro. Ein eindrucksvoller Arbeitsplatz mit viel Spielzeug, tollen Benefits für die Mitarbeiter und überall Trackables, die ich hätte discovern können.

Besonders angetan hat es mir die Hightech-Schatzkiste.

Es folgte ein bereicherndes Gespräch mit Katie, Jenn und einer anderen Kollegin, deren Namen mir leider entfallen ist. Wir hatten reichlich Themen, natürlich sprachen wir über unsere aktuellen aber auch über zukünftige GeoTouren. Ein anderes Thema waren die LAB-Caches, die wir ja ebenfalls gerade ausprobieren. Ich hatte ein paar Vorschläge gesammelt, wie bei diesen das Schummeln und Coach-Logs reduziert werden können.

Interessant fand ich das Feedback:

Es ist wohl so, dass dieses Schummeln hauptsächlich in Deutschland vorkommt. Das finde ich schon erstaunlich und ich denke, da darf man ruhig mal drüber nachdenken. Bei dem einen LAB-Cache hatten wir, schon bevor er überhaupt machbar war, über 300 Logs. Und der FTF wurde angeschrieben und um die Codes gebeten.

Brian und Jeremy haben eine interessante Einstellung dazu. Sie sagen, natürlich kann man viel Aufwand betreiben, um Dinge „mogelsicher“ zu machen. Aber es wird immer Leute geben, die noch mehr investieren, um die Sicherungen doch irgendwie zu umgehen. Daher sollte man die gleiche Energie lieber nutzen, um neue, kreative Dinge zu schaffen. Wer mogeln will, soll sich eben selbst betrügen. Guter Ansatz, wie ich finde.

Wir besprachen noch einiges mehr, neue Projekte auf unserer Seite aber auch Planung bei Groundspeak, u.a. in Bezug auf die App und das nächste Jahr (15. Jubiläum!).

Auch über Marketing mit Trackables haben wir gesprochen, in dem Zusammenhang habe ich eine Reihe von schicken Coins und TBs geschenkt bekommen.

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Nach unserem Gespräch gab es einen weiteren Höhepunkt für mich: das Loggen meines 5500. Geocaches! Selbstverständlich war dies das GC HQ und das ist in der Tat beeindruckend. Zum Cache gehört ein Fotoautomat  2014-10-28 15.15.43
und eine sehr große Schatzkiste mit viel Kram zum Tauschen.2014-10-27 20.43.14

So endete der halbe Tag bei Groundspeak für mich viel zu schnell. Aber ich habe unvergessliche Eindrücke gewonnen und mich extrem darüber gefreut, die bisher nur vom Monitor bekannten Gesichter nun auch mal in real gesehen zu haben.

Den zweiten Teil des Blogs gibt es nächste Woche. Es geht spannend weiter!

Geocacher Talent für gute Zwecke

Verfasst am 5. November 2014 von Daniel Pflieger

Wie ihr sicher wisst, arbeiten wir eng mit der Geocaching Community zusammen um unsere Geotouren so hochwertig wie möglich zu gestalten. Als Dankeschön erhalten unsere Geocacher nicht nur ihr verlinktes Profil in dem entstandenen Geocaching Listing, sondern auch eine Entschädigung für Material und Zeitaufwand.

Heute möchte ich drei Geocacher hervorheben, die diese Gelegenheit nutzen, um die Vergütung in eine Spende umzuwandeln: drei Cacher und drei Vereine die jedem sehr am Herzen liegen.

Cacher Name:                  Geofaxe

Erstellter Cache:              Sattelfeste Geoheimnisse: FietsenStop

Spende ging an:               Kinderlaecheln-Förderverein für krebskranke Kinder Berlin-Buch e.V.

kinderlächelnDen Geofaxe habe ich als einen ganz besonderen Menschen schätzen gelernt. Unser Team bei GeheimPunkt freut sich immer, wenn wir andere Geocacher treffen, die mit der gleichen Begeisterung und vollem Einsatz am Werk sind. Am liebsten legt er Geocaches, die mit einer nicht ganz wahren Geschichte verbunden sind, sowie einem passenden Finale. Schöne Loggs zu lesen macht ihm fast noch mehr Spaß als selber Geocaches zu suchen.

FietsenStop wurde zu einer Spende für krebskranke Kinder. Geofaxe, warum ausgerechnet dieser Verein?

Habe mal ein Hotelzimmer gebucht und wurde dabei darauf hingewiesen, dass sich in diesem Zeitraum auch krebskranke Kinder mit Eltern und Betreuern im Hotel als Gäste aufhalten. Dies fand ich doch schon recht seltsam. Erklärend kam dann, dass es Menschen gibt, die die Anwesenheit der Kinder als störend empfinden.
Wenn man dann die Kinder gesehen hat, nach Chemotherapie  und Bestrahlung, mit welcher Freude und Begeisterung, sie diese kleine Ablenkung zusammen mit einem Elternteil genossen haben.Das ist kein Fernsehen oder Bild in einer Zeitschrift, weit weg, nein das war echt und zum Anfassen.
Ich habe selber eine Tochter aufwachsen sehen, was manche Eltern leider nicht erleben dürfen. Gespendet hatte ich schon für die Palliativstation im Krankenhaus Walsrode, aber seit dieser Begegnung mit den Kindern nun auch für die Kinderkrebshilfe.

Geofaxe würde gerne die Geocaching Community aufrufen mal eine andere Art von Event zu planen. Anstatt sich in einem Restaurant zu treffen, wie wäre es mit einem Geo-Event zusammen mit einem Kinderkrankenhaus für die Kinder. Wir Geocacher verstecken Caches nur für diesen Tag, im Freien und als Letterbox im Gebäude. Um das Event als Attended loggen zu können, sollten die Caches auch gesucht und gefunden werden. Sein Motto: ZUSAMMENFINDEN

Cacher Name:                  Geohannoveraner

Erstellter Cache:              Sattelfeste Geoheimnisse: Schieber

Spende ging an:               Kinderhilfe Kovel/Wolynien, Ukraine e.V.

kinderhilfeWie der Name schon sagt, Hannover ist sein zuhause. Am Geocachen mag der Geohannoveraner besonders verborgene Orte und schöne Gegenden zu finden. In ihm steckt der Jagdinstinkt!

Für ihn ist es wichtig, dass das gespendete Geld auch ankommt. Bei dem Verein seiner Wahl, der Kinderhilfe Kovel, ist er sich da ganz sicher. Seine ganze Familie ist für diesen guten Zweck im Einsatz. Die Organisation sammelt Hilfsgüter und bringt sie in regelmäßigen Abständen in die Ukraine. Im Januar ist seine Tochter sogar mitgefahren! Was für ein Abenteuer!

Kovel liegt nahe Tschernobyl. Dort gibt es fast keine Arbeit mehr, und viele Familienväter sind dem Alkohol verfallen. Auf Grund der Strahlung vom Reaktorunfall werden immer noch Kinder mit „exotischen“ Krankheiten geboren (z.Bsp.: offener Rücken, 6 Finger an einer Hand).Mit der Spende wurde zum Beispiel Oksana Rusintschuk unterstützt. Sie leidet an Spina bifida und wurde erfolgreich operiert.

Der Verein sammelt unter anderem, indem sie Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Walsrode verkaufen. Schaut doch dieses Jahr mal vorbei!

Ein super Grund dem Weihnachtsmarkt in Walsrode dieses Jahr einen Besuch abzustatten.

Cacher Name:                  die bierspucker

Erstellter Cache:              Sattelfeste Geoheimnisse: Rahmenhandlung

Spende ging an:               Tiernothilfe Moldawien e.V.

Der Name Bierspucker ist bei uns im Hauptquartier oft zu hören. Unser Team weiß die Qualität aus dem Hause „die bierspucker“ zu schätzen. Wenn er bei uns auf eine Tasse Kaffee vorbei kommt, dann erzählt er oft von seinem Hund und somit auch dem Verein, der diesen Hund zu ihm gebracht hat. Hier ein Bild wie der kleine kranke Kerl Anfang des Jahres zu den Bierspuckern kam.

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Das zweite Bild zeigt ihn sechs Monate später: gesund, frech und ein Schlitzohr!

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Auf die Frage, warum er GeheimPunkt beim Geocaching Bau unterstützt, hat der Bierspucker folgendes zu sagen: „Wir finden, dass Daniel eine gute Idee verfolgt. Dieses unterstützen wir gern.“

Natürlich ist sein neuer Kumpel auch ganz begeistert vom Geocaching! Neue Gegenden erkunden findet doch jeder Hund toll! Die Spende als Danke für den Cache „Rahmenhandlung“ ging direkt an die Tiernothilfe Moldawien e.V.

Wer sich einmal mit der Situation der Tiere in Ungarn, Moldawien etc. auseinander gesetzt hat…. Wir unterstützen gern den Verein, über den wir unseren Hund bekommen haben. Wir können aus eigener Erfahrung nur positiv darüber sprechen.

Fazit: diese drei Geocacher haben nicht nur unser Hobby bereichert, indem sie super Caches gebaut haben. Diese Aktion konnte gleichzeitig als Spendenaktion genutzt werden. Besser geht’s doch nicht oder?

 

Tag der GeoEinheit

Verfasst am 3. Oktober 2014 von Daniel Pflieger

Heute, am 03.10.2014 wurde in Hannover zum 25. Mal der Tag der Deutschen Einheit zelebriert. GeheimPunkt-Gründer Daniel ist aber nicht in Hannover geblieben, sondern hat die offenen Grenzen genutzt, um nach Leipzig zu fahren.

Denn dort findet aktuell die Modell-Hobby-Spiel statt und ein Schwerpunkt-Thema dieses Jahr ist Geocaching. Mit einem eigenen Stand vertreten ist neben dem Gründel und dem Taschenlampen-Papst auch Groundspeak, repräsentiert von Annika und dem Mitgründer Bryan Roth. Grund genug, dort mal einen Termin zu vereinbaren und sich über verschiedene Entwicklungen auszutauschen.

Bryan Roth Daniel Pflieger

Bryan Roth
Daniel Pflieger

Bei einem guten, aber teuren Messe-Milchkaffee und immer wieder anderen ungebetenen Tischgästen unterhielten wir uns über GeoTouren, Lab-Caches, Whereigo und tolle Caches in Leipzig. Es war eine angenehmes Gespräch und ich bin gespannt auf einige neue Features in Bezug auf die GeoTouren, die wir ja jetzt schon gerne mit Leben füllen.

Die Zeit verging wie im Flug und nach dem Gespräch hatte ich noch Gelegenheit, den Michael vom Cachepodcast kennenzulernen, sowie einige nette Worte mit dem Reviewer Stash-Lab zu wechseln.

Ein kurzer Rundgang über die Messe durfte auch nicht fehlen. Zufällig stand ich gerade bei einem Stand, an dem der Autor des Spiels Carcassonne Autogramme gab. Brauch ich zwar nicht dringend, aber wenn man schon mal da ist… Als es fragte, ob das Autogramm eine Widmung bekommen soll, sagte mein Bruder „für ebay“. Er nahm es mit Humor und signierte zwei Karten genauso. Wir versprachen, den Erlös dem Verein »Rainbow over Ghana« zu spenden. Hier geht es zur Auktion.

Dann nutzen wir das schöne Wetter für ein wenig Ingress und natürlich ein paar ausgewählte Geocaches. Gleich auf dem Messegelände fanden wir einen wirklich beeindruckenden Cache, nämlich die Eventsäule. Mit über 1200 Favoritenpunkten sicher kein Geheimtipp aber auf jeden Fall sehenswert!

Zum Abschluss absolvierten wir noch einen knackigen Multi, der noch relativ neu ist: Grenzerfahrung. Der passte thematisch sehr gut zum heutigen Tag und ist wirklich pfiffig und kurzweilig gestaltet.

Ein schöner Tag der Einheit war das. Und was habt ihr so erlebt?

Wie stellt man einem Muggle das Geocachen vor? Ein Dutzend Tipps!

Verfasst am 17. September 2014 von Daniel Pflieger

Du bist total begeistert von deinem neuen Hobby? Früher oder später ergibt sich die Situation in der du mit deinen Freunden oder deiner Familie über das Geocaching sprichst. Du beschreibst deine schönsten Multi-Erlebnisse und die kniffeligsten Nano-Tradis und sagst: „Ach das ist so schwer zu beschreiben, ihr müsst mal mitkommen.“ Und tatsächlich, deine Freunde zeigen Interesse. Ein Termin ist schnell gefunden… und jetzt?

So, oder so ähnlich geht es den meisten Geocachern. Was als nächstes passiert, hängt dann von dir ab, und wie gut du dich vorbereitest! Gelingt es dir, deine Freunde anzustecken, wirst du vielleicht bald nicht mehr allein cachen gehen. Hier ein paar Tipps für eine erfolgreiche Geocaching-Einführung:

  1. Wähle einen Geocache den du bereits gefunden hast. Du weißt wo die Dose steckt. Langes Suchen kann dadurch vermieden werden. Gerade für Neulinge ist das Erfolgserlebnis wichtig. Wenn das „Opfer“ erst mal infiziert ist, kann ein  „didn’t find“ leichter hingenommen werden.
  2. Geocache ist nicht disabled und wurde vor kurzem gefunden. Ein kurzer Blick auf‘s Handy erspart hier den Frust. Die App zeigt dir den absolut neusten Stand.
  3. Check die Logeinträge. Hinweise auf ein nasses Logbuch oder sogar ein „needs maintenance“ Logeintrag ist Grund genug diesen Cache nicht zu wählen.
  4. Location, Location, Location – dies ist sicher einer der wichtigsten Punkte deiner Vorbereitung. Vielleicht ist der Cache um die Ecke bereits genau richtig. Grade wenn Muggles feststellen, dass sie praktisch jeden Tag an dem Cache vorbeifahren, ist das Erstaunen groß. Andererseits sollte man Orte, die vielleicht nicht für jedermann attraktive sind oder zum Geocachen ungünstig liegen, vermeiden. Ein Lost Place ist aufregend, aber nicht unbedingt ein gutes Beispiel um Geocaching zu erklären. Viele Fußgänger sind störend, und Zuschauer aus Büros oder Wohnungen sind auch abschreckend. Ein Wald oder Park ist oft immer noch am neutralsten.
  5.  Zeitaufwand – Geocaching kann 10 Minuten dauern oder 10 Stunden. Eine genaue Absprache mit deinen Freunden ist von Vorteil. Es ist ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die Anreise/Abreise und Aufenthaltsdauer. Du wirst schnell merken, ob deine Freunde Interesse haben oder bereits nach einem Cache Anzeichen von Langerweile aufkommen. Für den Einstieg ist ca. eine Stunde genau richtig.
  6. Live Map – Egal, ob am Computer oder auf deinem Handy…. zeige deinen Freunden die Geocaching Karte der Umgebung. Ja, da liegen tatsächlich überall Dosen!
  7. Homezone Analyse – aus den Punkten 1-5 sollte sich der richtige Ort finden lassen. Zwei bis fünf Geocaches, die relativ nahe beieinander liegen, sind ideal.
  8. Tradi oder Multi – Zur Einführung sind Traditional Geocaches am besten. Ein kurzer Start-Station-Finish Multi kann auch spannend sein. Vermeide Multis mit mehr als einer Station.
  9. Schwierigkeit und Terrain – steuerst du Geocaches an, die du bereits kennst, kannst du diese beiden Faktoren gut abschätzen. Die Schwierigkeit sollte nicht höher als 3 sein, damit deine Freunde sich das Erfolgserlebnis auch selbst erarbeiten können. Ist die Terrain Wertung zu hoch, wird die Herausforderung für einen Muggle wahrscheinlich nicht angemessen sein.
  10. App oder GPS – manche Muggles möchten vielleicht einfach nur dabei sein, aber nicht selber das eigene Handy zum Suchen nutzen. In dem Fall kannst du dein GPS oder Handy zur Verfügung stellen. Sind deine Freunde bereits von deinen Erzählungen derart begeistert, dann lade vorher eine kostenlose App  auf ihre Handys. Zum Beispiel C:Geo. Dann muss natürlich auch noch ein Konto bei Geocaching.com eröffnet werden. Mit deiner Hilfe ist das sicher schnell erledigt.
  11. Geräte Einweisung – Die App oder das GPS zuhause oder im Auto zu erklären ist nicht sinnvoll. Am besten das Auto parken und dann erst geht’s los. Den richtigen Geocache aussuchen, Beschreibung durchlesen, und Navigation starten.
  12. „Herbert“ – erkläre deinen Freunden, dass man nicht einfach los ruft wenn die Dose gefunden wurde. Eventuelle Zuschauer sollen nicht wissen, dass dort etwas versteckt ist. Vereinbare ein Code Word – zum Beispiel „Herbert“. Wurde die Dose entdeckt, entfernt man sich ein paar Meter vom Versteck und sagt dann „Herbert“. Dadurch haben alle anderen auch noch eine Chance die Dose selbst zu finden.

Vergiss nicht ein paar Fotos zu machen! „Der erste Geocaching Ausflug“ – ein Ereignis, an das sich jeder Geocacher gerne erinnert.

Dress for success – Die richtige Kleidung beim Cachen

Verfasst am 7. August 2014 von Daniel Pflieger

Beim Cachen bedarf es keiner besonderen Garderobe, aber es ist durchaus von Vorteil sich „smart“ anzuziehen. Natürlich ist eine volle Outdoormontur für manche Caches gar nicht nötig. Für das Cachen in der Stadt reichen ein paar bequeme Turnschuhe, Hose und Shirt. Geht es jedoch raus in die Natur, wäre es ratsam einige Dinge zu berücksichtigen wie beispielsweise Zecken, Dornen, Unterholz, Wasser- und Witterungsbedingungen. Auch bei Geocaches mit einer niedrigen Geländebewertung kann es vorkommen, dass sich das Terrain als etwas abenteuerlicher gestaltet als man es sich vorgestellt hat.

Die verwendete Kleidung sollte resistent sein. Wenn ihr euch dazu entscheidet, spezielle Outdoor- und Trekkingkleidung anzuschaffen, empfehlen wir bequeme Schuhe als erste Anschaffung. Gute Trekkingschuhe sind das A und O bei einer langen Cachetour und werden euch das Leben bei langen Strecken viel leichter machen. Eine hochwertige Allwetterjacke sollte atmungsaktiv und dabei so dicht wie möglich sein. Eine Nummer größer zu kaufen kann sich in den Wintermonaten als sehr nützlich erweisen. So passen jede Menge Pullover unter die Jacke. Jacken mit einem herausnehmbaren Fleece können der Wetterlage wunderbar angepasst werden.

Beim Durchqueren kleiner Bächer und Unterholz ist strapazierfähige und wasserfeste Kleidung praktisch. Dornen und Unterholz können Hosen und Jacken schwer in Mitleidenschaft ziehen. Strapazierfähige Kleidung muss nicht mit hohen Kosten verbunden sein. Hier reicht auch Kleidung, die etwas robuster ist als eure Alltagskleidung. Sollte man doch einmal richtig nass werden, ist es von Vorteil etwas zum Wechseln im Auto zu deponieren.

Um Zecken rechtzeitig erkennen zu können, ist es ratsam helle Kleidung zu tragen. So ist es möglich die kleinen Blutsauger frühzeitig zu erkennen. Um zu verhindern das Zecken unter die Hose gelangen, könnt ihr die Socken über die Hosenbeine ziehen.

In den Wintermonaten sind Handschuhe und eine Mütze Pflicht. Nichts ist ärgerlicher als eingefrorene Hände beim Bergen von Cachebehältern. Die Handschuhe sollten so viel Bewegungsfreiheit bieten, dass man mit ihnen noch ein GPS-Gerät bedienen kann.

Und vergesst nicht: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!

Wir wünschen euch viel Spaß beim Cachen.

Blog-Reihe – Geocaching auf Reisen

Verfasst am 28. Juli 2014 von Daniel Pflieger

Teil 2:  Ostsee

Der Ostseestrand bietet einen wunderschönen Anblick mit den vielen weißen Strandkörben und dem atemberaubenden Horizont. Eine Aktivität mit der man die Ostseeinseln und Küstengebiete erkunden kann ist das Geocaching. Heute stellen wir euch ein paar tolle Orte zum Cachen an der Ostsee vor.

Fehmarn

Die Insel Fehmarn zählt mit ihren 185 Quadratmetern zwar nicht zu den größten Inseln, beherbergt dafür aber mehr als 200 Geocaches. Ihr könntet also glatt einen ganzen Urlaub dort nur mit cachen verbringen. Besonders empfehlenswert ist der Geocache „Schiffbruch Ahoi“.

Usedom

Auch Usedom bietet eine Vielzahl an Caches an, die euch tolle Ecken der Insel entdecken lassen. Vom Wolgastsee, nahe der polnischen Grenze, aus gibt es zu Fuß ganze elf Caches zu finden. Falls ihr mit dem Fahrrad unterwegs seid sogar dreizehn. Und wenn euch vom Wandern ganz heiß wird, bietet der Cache „Spezialauftrag im Tunnel“ eine kühle Erfrischung.

Karlshagen

Für Abenteuerlustige gibt es in Karlshagen den Cache „Major Tom – völlig losgelöst“. Seid hier besonders vorsichtig. Es handelt sich um schwieriges Terrain, welches für Kinder ungeeignet ist.

Rügen

Einer der schönsten Caches den ihr an der Ostsee bergen könnt ist wohl „Der Hausmeister von Mukran“. Ein weiteres Highlight ist der Flachwassercache „Meister Röhrich und das verlorene Schnüffelstück“ am Schmachter See. Dort gibt eine sehr schöne Landschaft zu entdecken.

Prerow

Das Ostseebad Prerow liegt auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und ist bei Touristen ein beliebtes Reiseziel. Bei der Seemanskirche in Prerow liegt der Ausgangspunkt für den Cache „Depot der Darßer Schmuggler“. Ein toller Rätselcache ist auch „Wer flüchtet denn da im Wind“.

 

Zum Schluss würden wir euch gerne ans Herz legen, dass viele der Caches die ihr im Urlaub aufsucht in der Nähe von Naturschutzgebieten sind. Natürlich ist Geocaching umso spannender, je ausgefallener die Verstecke sind. Deswegen werden oft die ausgefallensten Orte von den Cachelegern ausgesucht. Wir bitten euch immer auf Schutzzeiten von Tieren, Privatgrundstücke und Naturschutzgebiete zu achten. Schließlich lieben wir Cacher die Natur und wollten sie erhalten und schützen.

Viel Spaß beim Cachen!

Blog-Reihe – Geocaching auf Reisen

Verfasst am 25. Juli 2014 von Daniel Pflieger

Teil 1: Nordsee

Was gibt es Schöneres, als seinem Hobby auf Reisen nachgehen zu können? Bei einer so naturverbundenen Aktivität wie dem Geocaching bietet es sich praktisch an. Zum Auftakt unserer dreiteiligen Reihe „Geocaching auf Reisen“ haben wir die Nordsee unter die Lupe genommen.

Geschwind über den Deich, hinab zu grünen Wiesen und weiter Richtung alten Leuchtturm direkt am Nordseewasser. Das Besondere am Cachen hier ist, dass ihr neben Sehenswürdigkeiten, auch Nordseehighlights fernab der üblichen Touristenrouten entdecken könnt. Wir haben ein paar beliebte Caches an der Nordsee für euch rausgesucht.

Norderney

Die zwei beliebtesten Caches der Norderney sind das „Fischermuseum“ und der „Norderney Januskopf“(nur für Premium Mitglieder sichtbar). Unser Tipp: Verbindet die Suche mit einer Wanderung zum dortigen Schiffswrack. Für Geocacher, die es gerne etwas kniffliger mögen ist der Planeten Multi Cache genau das richtige. Natürlich darf bei keinem Nordseebesuch eine Wattwanderung fehlen. Ein „Ebbe-Only-Cache“ erfordert ein genaues Studieren der Gezeiten und ist etwas für Wattwanderer.

Sylt

Lasst euch von dem Namen nicht abschrecken. „Sylt für Fortgeschrittene“ ist ein toller Cache der euch die schönen Seiten der Insel näher bringt. Egal ob ihr zum ersten mal auf Sylt seid oder sogar schon mehrmals dort wart. Achtung, der erste Teil „Sylt für Anfänger“ ist zur Zeit nicht aktiv.

Amrum

Amrum ist so etwas wie das Cacherparadies der Nordseeinseln. Trotz der kleinen Größe gibt es hier mehr Caches als auf Sylt. Ein Highlight neben den vielen Caches sind die beiden Nachtcaches „Nebel des Grauens“. Dabei führen die Stationen durch den Amrumer Wald. Heidelandschaft, glänzende Dünen und das Unterholz liefern eine sehenswerte Kulisse beim Cachen.

Cuxhaven

Die Fischerstadt Cuxhaven ist immer einen Besuch wert. Auch Geocacher kommen hier auf ihre Kosten. Neben zahlreichen Caches gibt es auch Lost Places. Die „alte Ziegelei“ beispielsweise hat einen gruseligen Touch. Nervenkitzel inklusive. Wer es nicht ganz so nervenaufreibend mag, kann das „alte Munitionslager“ aufsuchen. Hier solltet ihr unbedingt darauf Achten den Cache über den fünf Meter breiten Korridor zu erreichen, der Rest ist Privatgrundstück.

Festland: Cuxhaven

Das charmante Cuxhaven ist eine der sehenswertesten Städte an der Nordseeküste. Die zu fast jeder Jahreszeit lila schimmernde Küstenheide gehört zum Nordseeportfolio genau so wie ein Nordsee-Geocaching Abenteuer.

Geocaching ist eine tolle Möglichkeit die Nordseeregion genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch Besucher, die sich hier schon etwas auskennen, können interessante Einblicke in das Leben, die Natur und die Kultur der Nordsee gewinnen.

Wir wünschen euch viel Spaß im Urlaub und beim Cachen. 🙂

Qualität bei Geocaches

Verfasst am 22. Mai 2014 von Daniel Pflieger

Qualität ist von vielen kleinen Faktoren abhängig. Beim Geocaching sind Bewertungen oft stark von persönlichen Gefühlen und Interessen geprägt. Hier können die Ansprüche gewaltig variieren. Die beliebtesten Varianten der Qualitätsbewertung sind das Favoritensystem auf Geocaching.com und GCVote als das private Projekt des Geocachers BonnerGuido.

Abgesehen von den verschiedenen Bewertungssystemen zählen schlicht und einfach die Interessen und Bedürfnisse eines Cachers. Familien finden simple Rätsel und leicht auffindbare Caches besser als erfahrene und abenteuerlustige Cacher. Wir haben uns Gedanken gemacht was einen Cache eigentlich „sehenswert“ macht und dazu folgende Kriterien zusammengetragen:

  1. Synergie und Ablauf der gesamten Suche
  2. die Umgebung / Region in der ein Cache versteckt ist
  3. Schwierigkeitsgrad der Rätsel
  4. das Versteck des Caches
  5. die Dose
  6. der Inhalt der Dose
  7. die Cache-Beschreibung

Die meisten Geocacher legen Wert auf das Gesamtkonzept. Das heißt, dass Inhalt, Versteck, Dose und Suche ein harmonisches Zusammenspiel aufweisen können. Der Cache sollte zumindest in einem dieser Kriterien gut abschneiden, um nicht ganz überflüssig zu sein.

Bevor ihr auf die Suche geht, könnt ihr euch Gedanken machen, welche Kriterien für euch die wichtigsten sind. Wir persönlich lieben es, wenn ein Cache uns an besondere und schöne Orte führt. Schöne Natur, aber auch Städte und Stellen mit einem geschichtsträchtigen Hintergrund sind spitze. Am Cache selber finden wir Rätsel in Form von ausgeklügelten Mechanismen und guter Handwerksarbeit toll. Hier lassen wir uns gerne für unsere eigenen Touren inspirieren.

Letztendlich entscheiden manchmal kleine und schwer beeinflussbare Faktoren über eine erfolgreiche Suche, wie beispielsweise das Wetter oder die Freunde, die einen begleitet haben. Welche Faktoren sind für euch am wichtigsten?

Geocaching und Kommerzialisierung Teil 3

Verfasst am 15. April 2014 von Daniel Pflieger

Der dritte Teil zum Thema Geocaching und Kommerzialisierung beschäftigt sich mit länderübergreifenden Meinungen zu dieser Entwicklung. Dazu haben wir Katie Barker von Groundspeak interviewt. Katie ist Business Development Coordinator bei Groundspeak in Seattle, Washington.

1. Was ist deine Meinung zur Kommerzialisierung beim Geocaching? Ist dir ein besonderer Unterschied zwischen den Einstellungen in verschiedenen Ländern aufgefallen?

Kommerzialisierung ist kein umjubelter Begriff in der Geocaching-Szene. Allerdings ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass bestimmte Mittel von Nöten sind, um kostenfreie Dienstleistungen und Freizeitaktivitäten zur Verfügung stellen zu können. Unser Ziel hier in der Zentrale von Groundspeak ist es, jedem ein besonderes Geocaching-Erlebnis anbieten zu können, und das absolut kostenfrei. Ein Weg, einen kostenfreien Service zu ermöglichen, besteht darin, durch die Suche und Gewinnung von Organisationen, die Interesse haben, einen solchen Service zu fördern.

Wenn Geocacher zum Cachen rausfahren, werden sie gelegentlich Batterien für das GPS-Gerät kaufen müssen oder ein Mittagessen oder Abendessen. Bei längeren Trips ist auch mal ein Hotelaufenthalt mit Übernachtung von Nöten. Das ist eine natürliche Entwicklung, je weiter sich jemand zum Cachen von zu Hause entfernt.

Wir lieben Geocaching und möchten dazu beitragen, dass es ein unvergessliches Erlebnis bleibt. Es sollte niemals notwendig sein, etwas zu kaufen, um einen Geocache legen zu können. In diesem Sinne ist Geocaching so unkommerziell wie eh und je.

2. Was ist eine Geo Tour und welchen Nutzen hat sie?

Eine Geo Tour ist eine Audioführung durch bestimmte Teile der Stadt. Dabei werden verschiedene Caches entlang der Route aufgesucht. Die Tour kann durch einen historisch wertvollen Stadtteil, einen schönen Park oder sogar mitten durch die Innenstadt führen. Jeder kann kostenfrei an einer Geo Tour teilnehmen.

Es ist schön, dass uns Stadverwaltungen heutzutage offiziell willkommen heißen und uns bei der Entwicklung einer Geo Tour zur Seite stehen. Sie zeigen uns außergewöhnliche Orte zum Cachen und geben uns Reisetipps. Vor ein paar Jahren war das noch nicht so. Damals wussten die meisten nicht einmal, was Geocaching ist.

Die Geo Tour „Discover Milwaukee‘s Neighborhoods“ führt Besucher über einen Pfad an Lake Michigan‘s Küste durch ein historisches Dorf, verschiedene Parkanlagen und die Innenstadt mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern. Die ganze Strecke wird von einer sehr interessanten Story über Milwaukee begleitet. Perfekt für Einheimische und Touristen.

Ein anderes Beispiel für eine tolle Kooperation: Durch eine Zusammenarbeit mit der Native American Pueblo Tribe hat das Hyatt Regency Hotel die Genehmigung bekommen, Geocaches auf deren Tribal-Grundstück zu verstecken. Diese Art von Genehmigung ist normalerweise sehr schwer zu erhalten. Das Ergebnis ist die Tamaya Geo Tour.

3. Wie verläuft die Entwicklung der Geo Tour in anderen Ländern?

In den Staaten finden zurzeit 27 Geo Touren statt. Wir arbeiten dazu mit verschiedenen Tourismus-Organisationen zusammen. Diese Organisationen nutzen Geocaching, um Reisenden die Stadt und die Umgebung näherzubringen. Eine Geo Tour ist eine tolle Möglichkeit, um besonders schöne Sehenswürdigkeiten, interessante Geschichte, familienfreundliche Aktivitäten und Insider-Orte gleichzeitig zu erleben. Die Organisationen kombinieren ihr Wissen über örtliche Attraktionen mit dem unvergesslichen Erlebnis, den eine Geocaching Tour bietet. Sie haben die erforderlichen Kontakte mit der einheimischen Regierung und Geschäftsinhabern, um die erforderlichen Lizenzen für die Caches einzuholen.

Abgesehen von Deutschland gibt es auch Geo Touren in den USA, Kanada, Spanien, Schottland, Peru und Burma. Die Thing Sites GeoTour ist sogar länderübergreifend und umfasst Norwegen, Island, Schottland, die Insel Man und die Färöer. Bald geht die erste Geo Tour in Frankreich an den Start. Geo Touren sind weltweit akzeptiert.

Allgemein begrüßen wir die Tatsache, dass gut ausgebildete und engagierte Institutionen die Chance nutzen und qualitativ hochwertige Erlebnisse für Geocacher anbieten. Unser Ziel bei den Geocaching Headquarters ist es, mit solchen Institutionen zusammenzuarbeiten und sie dabei zu unterstützen, das bestmögliche Erlebnis aus jeder Geo Tour herauszuholen. Solange die Touren kostenfrei bleiben und jeder freiwillig daran teilnimmt, empfinden wir Erlebnisse wie die Geo Tour als Bereicherung für das Geocaching.

Das Ergebnis ist eine unterhaltsame und interaktive Tour, die jeder Geocacher kostenfrei nutzen kann. Wenn man den Aufwand und die Ressourcen berücksichtigt, die die Organisation einer Tour mit sich bringen, ist der Nutzen für den Geocacher ziemlich groß. Schließlich muss er nur für eigene Kost und Logis aufkommen.

4. Wie sind deiner Meinung nach die Zukunftsaussichten? Wie wird sich Geocaching in den nächsten zehn Jahren entwickeln?

Wir freuen uns, in Zukunft mit noch mehr tollen Reisezielen, Tourismus-Organisationen, Parkanlagen und Bildungseinrichtungen zusammenzuarbeiten. Wir wünschen uns, der Community noch viel mehr Geo Touren zur Verfügung stellen zu können.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Katie Barker für ihre Zeit. Was haltet ihr von Geo Touren? Neulich ist die erste deutsche Geo Tour in Hannover an den Start gegangen. Habt ihr vielleicht schon Erfahrungen damit sammeln können? Wir freuen uns über eure Berichte.

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