Geocaching Literaturspezial Teil 2: Schulunterricht und Krimis

Verfasst am 9. März 2021 von Arne Muthmann

Letzte Woche berichteten wir Ihnen von Geocaching-Ratgebern und Erlebnisberichten. Heute dreht sich unsere Leseliste vor allem um spezielle Geocaching-Bücher: Krimis und wissenschaftliche Abhandlungen über den Einsatz von Geocaching im Schulunterricht. In unserem Literaturspezial geben wir Ihnen einen ersten Überblick über den Lesestoff für und von Geocacher*innen und solche, die es noch werden wollen.

Geocaching mit Schüler*innen: wissenschaftlich betrachtet

Die Planung von Schulunterricht ist eine Kunst für sich. Besonders Ausflüge und spezielle Aktionen im Unterricht bleiben langfristig in Erinnerung von Lernenden. Wir vom GeheimPunkt-Team sind fest davon überzeugt, dass Geocaching-Touren mit Schulklassen solche nachhaltigen Erinnerungen schaffen.

In unserem Blogbeitrag „Schulgeocaching – Smarte Schnitzeljagd für mehr Lernspaß“ haben wir Ihnen bereits die Natur als idealen Lernort vorgestellt und wie komplexe Unterrichtsthemen leicht begreifbar werden. Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch wissenschaftliche Untersuchungen, die unsere Wahrnehmung bestätigen. In ihrer Staatsexamensarbeit „Geocaching in der Schule*“ geht Eva-Maria Größ der modernen Schnitzeljagd als jahrgangsübergreifendes Schulprojekt genau auf den Grund. Die Autorin liefert eine pädagogische Begründung für den Einsatz von Geocaching im Schulunterricht und wie sich ein erfolgreiches Schulprojekt konkret umsetzen lässt. Anwendungsorientierte Schulforschung!

Noch mehr Forschungsliteratur: Marie-Fabienne Kessler schloss ihr Lehramtsstudium in den Fächern Biologie und Geographie an der Universität Köln ab. Mit den Möglichkeiten zur Einbindung der GPS-gestützen Schatzsuche in einen kompetenzorientierten Geographieunterricht hat sie sich wissenschaftlich auseinandergesetzt. Im Rahmen der „KölnerKinderUni“ erlangte die Autorin weiterführende Erkenntnisse über die Konzeption von Geocaching-Touren im schulischen Rahmen. Davon berichtet sie in ihrem Buch „Freizeitbeschäftigung Geocaching*“.

Wissenschaftliche Erkenntnisse unterfüttern die Erfahrungen, die wir in der Praxis mit Geocaching bereits erleben. Bei Finanzierungsfragen hilft es durchaus, auf die Forschungsliteratur zu verweisen. Doch bevor es nun zu theoretisch wird, widmen wir uns der praktischen Umsetzung von Geocaching-Projekten im Schulunterricht. Auch hierfür gibt es bereits hilfreiche Praxisanleitungen, die wir Ihnen selbstverständlich nicht vorenthalten möchten.

Praxisanleitungen: Wie gestalte ich spannenden Outdoor-Unterricht mit Geocaching?

Um die Aneignung geografierelevanten Fachwissens im praktischen Einsatz kümmert sich der Sondereinband „Geocaching mit Schülern*“ von Hans Lammersen. Mit dieser Zusammenstellung können 5-Tage-Projekte leicht umgesetzt werden. Sie bekommen einen Wochenplan, Tagespläne und Arbeitsmaterialien für die 5. bis zur 10. Klasse mitgeliefert. Alle Arbeitsblätter liegen auf einer CD zur individuellen Bearbeitung bereit. Praxisorientierter Geografieunterricht vermittelt mit Geocaching soziale Fertigkeiten und Faktenwissen über die Orientierung in der Natur. Der Umgang mit GPS (Global Positioning System) wird konkret geübt und Erkenntnisse zur Standortbestimmung gewonnen.

Praxisorientierung und Geocaching passen nicht nur in den Schulunterricht: Mit dem spielerischen Einsatz von modernen technischen Hilfsmitteln in der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt sich das Buch „GPS, Geocaching und Smartphones*“. Der Autor Christian Mehler verfolgt das Ziel, praxistaugliche und praxisgeprüfte Ideen für Jugendleiter*innen anzubieten. Er hat Anfang der 2000er Jahre die größte deutschsprachige Community für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit gegründet: „Grik.de – Ideen für die Kinder- und Jugendarbeit„.

Aktenzeichen ungelöst: Geocaching in Krimis

Von der spannenden Unterrichtsgestaltung wechseln wir nun das Genre und widmen uns der kriminellen Spannung zwischen Buchdeckeln: Fangen wir wieder bei den kleinen Geocacher*innen an. Hinter dem Buchtitel „Die Nacht der Hexe*“ verbirgt sich ein Kinderkrimi von Hans-Rainer Riekers. Der Untertitel lautet „Das unheimliche Geocaching-Abenteuer im dunklen Wald“ und verrät in etwa die Richtung, in die diese Kriminalgeschichte gehen wird. Eine junge Familie macht sich nachts auf in den Wald, um den Hexencache zu erkunden. Doch sehr bald bemerken sie, dass sie nicht alleine im Wald sind und die mysteriösen Vorkommnisse einen gefährlichen Grund haben.

Buchportale wie amazon.de bieten glücklicherweise Rezensionen von anderen Lesenden und so schreibt eine Rezensent*in über „Die Nacht der Hexe“: „Bevor ich ein Buch den Kindern vorlese, schaue ich lieber selbst einmal hinein. Dieses Buch ist unheimlich spannend und phasenweise mystisch. Absolut fesselnd. Für Kinder unter 10 Jahren vielleicht zu aufregend, zumindest vor dem Einschlafen. Für andere ein Superbuch, wie eigentlich alle aus dieser Serie.“

Der Geocaching-Krimi „Death Cache. Tödliche Koordinaten“ von Krimiautorin Danise Juno ist absolut nichts für Leser*innen mit schwachen Nerven. Dieser Thriller hat es wirklich in sich und hält die Spannung über 300 Seiten durch. Die Gefahren des Internets, in dem sich mörderische Absichten hinter dem Deckmantel der Anonymität verbergen, werden in diesem Geo-Thriller thematisiert. Spannung pur!

Auch der Geocaching-Krimi „First to Find: Mord am Bärensee*“ von Charly Essenwanger berichtet von kriminellen Energien. Ein sonst friedliebender Mann lockt seinen früheren Konkurrenten aus Rache mit Geocaching in eine tödliche Falle. Wenn ein Opfer zum Täter wird: spannend erzählt und nicht nur für Geocacher*innen unterhaltsam.

Literarischer Ausblick: Science Fiction und Geocaching

Wir haben Ihnen in unserem Literaturspezial einen kleinen Einblick in die lange deutschsprachige Geocaching-Leseliste gegeben. Selbstverständlich existieren auch im fremdsprachigen Bereich Bücher über die GPS-Schatzsuche. Zum Abschluss sei hier lediglich der futuristische Thriller „Code: A Virals Novel*“ von Bestselller-Autorin Kathy Reichs genannt.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Bereich des interplanetaren Geocaching würde es uns nicht wundern, wenn bald auch Geschichten rund um die Geocaching-Abenteuer im Weltall erscheinen würden. Vielleicht inspiriert unser Blogbeitrag „Geocaching im Weltall: Trackable auf dem Mars*“ Sie zu Stift und Papier zu greifen und einen Science Fiction Roman zu schreiben.

Sie merken, dass unsere liebste Outdoor-Beschäftigung die Kreativität auf schier unendliche Weise beflügeln kann. Ob nun als Unterrichtsmethode in der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen oder im Kulturbereich der schreibenden Zunft. Das Bücherlesen gibt uns die Chance, über den eigenen Tellerrand zu sehen und neue Welten zu entdecken. Oder auch andere Sichtweisen kennenzulernen und zu reflektieren. Mit Science Fiction werden sogar Zukunftsideen virtuell lebendig und neue Möglichkeiten entdeckt.

Das Outdoor-Spiel Geocaching zeigt besonders jetzt während der Pandemie, wie vielseitig einsetzbar dieses einfache Spiel ist. Lassen Sie sich von unserem GeheimPunkt-Team von den Möglichkeiten der modernen Schnitzeljagd inspirieren. Gerne beraten wir Sie, ob Sie beispielsweise einen eigenen Geocache für Ihre Schule oder Ihre Institution installieren können. Unsere langjährige Erfahrung bietet Ihnen ein breites Spektrum an Know-how und Motivation. Vielleicht denken Sie auch bereits jetzt schon darüber nach, wie Sie nach Corona eine spannende Projektwoche für Ihre Schüler*innen gestalten können. Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, damit Ihre Veranstaltung eine unvergessliche Aktion wird. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und enden mit den literarisch anmutenden Worten: Bis bald im Wald!

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