Geocaching im Weltall: Trackable auf dem Mars

Verfasst am 23. Februar 2021 von Arne Muthmann

Geocaching auf dem Mars klingt verrückt, ist aber seit Mitte Februar 2021 wahr. Keine Sorge, dieser Blogbeitrag ist kein vorgezogener Aprilscherz. Wir berichten von einem Meilenstein des interplanetaren Geocaching. Und davon, warum Geocaching auf Planet Erde immer noch am schönsten ist.

Schatzsuche auf dem Mars

Vor ein paar Tagen konnten wir alle live auf YouTube mitverfolgen, wie die NASA den Perserverance Rover erfolgreich auf dem Mars landete. Der sogenannte rote Planet ist unser nächster Nachbar im Sonnensystem. Was viele vor lauter Aufregung noch nicht mitbekommen haben: Das extraterrestrische Fahrzeug hat einen Trackable mit an Bord.

Wie kam es dazu, Geocaching interplanetar auszuweiten? Auf geocaching.com befindet sich ein lesenswertes Interview mit Dr. Francis McCubbin von der NASA. Er ist mitverantwortlich, dass die Geocaching Community bald auch einen Tracking Code vom Mars loggen kann. Der US-amerikanische Wissenschaftler kümmert sich im NASA Johnson Space Center um sämtliche extraterrestrische Gesteinsproben: Ob vom Mond oder von anderen Himmelskörpern wie dem Asteroiden Bennu, Dr. McCubbin verwaltet sie alle.

Die Mars 2020 Mission hat u.a. das Ziel, Gesteinsproben vom Mars zurück zu uns Erdlingen zu bringen. Anfang der 2030er Jahre soll es wohl so weit sein. Bis dahin sammelt der Perserverance Rover ganz fleißig Material auf dem Mars und packt sie in kleine Röhrchen. Das klingt ja fast schon wie Geocaching.

Bereits 2016 kam die Idee auf, Geocaching und die Mars 2020 Mission zu kombinieren. Dr. Marc Fries (Kollege von Dr. McCubbin) und sein Sohn hatten ursprünglich die Idee, einen ähnlichen Geocache wie auf der Internationalen Raumstation ISS (siehe weiter unten) zu installieren. Schließlich sollte die Öffentlichkeit auch an der Marsmission teilhaben.

Geocaching auf den Mars

Geocaching auf den Mars?

MarsCache: Geocaching interplanetar

Jedes kleinste Detail wird bei Weltraum-Missionen geplant und kontrolliert. Ohne diese Präzision und Genauigkeit kann es zur Katastrophe kommen. Deswegen wurde auch der Tracking Code ganz genau und unter höchsten Sicherheitsstandards angebracht. Er findet sich auf einer Polykarbon-Scheibe, die einem Instrument als optisches Ziel dient. Im Prinzip dient dieses Material auch den Astronauten beim Weltraum-Einsatz als Helmvisier.

Der Mars ist manchmal am klaren Nachthimmel zu sehen. Wenn wir uns überlegen, dass er knappe 230 Millionen Kilometer von unserer Erde entfernt ist, können wir uns das fast nicht vorstellen. Deswegen startete die Rakete mit dem Perserverance Rover bereits am 30. Juli 2020 und kam erst vor ein paar Tagen dort an. Und was noch viel abenteuerlicher für uns Geocacher*innen ist: Nun befindet sich in den Weiten des Sonnensystems ein Tracking Code, den wir auf der Erde loggen können.

In der Geocaching-Podcast-Episode Nummer 48 „Geocaching on Mars“ ist die Begeisterung für Geocaching auf dem Mars deutlich hörbar. In der zweiten Februar-Hälfte 2021 wird der Tracking Code zum Loggen freigegeben. Das Listing von „Mars Perseverance Rover“ (TB5EFXK) verrät, wie dieser außerirdische Trackable gefunden und geloggt werden kann.

Geocaching auf der Internationalen Raumstation

Nicht ganz so weit entfernt gibt es noch einen Geocache, der sich jedoch ebenfalls nicht auf unserem Heimatplaneten befindet. Die Rede ist vom Traditional Cache „International Space Station“ (GC2BE91), der mit der Internationalen Raumstation um unsere Erde fliegt. In circa 400 Kilometer Höhe kreist die ISS im erdnahen Orbit um unseren Planeten, doch leider ist eine Cacherreise dorthin derzeit noch sehr kostspielig.

Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Momentan sehen die Entwicklungen vielversprechend für den Weltraum-Tourismus aus. In Verbindung mit sinnvollen Experimenten, die allen Menschen dienen, sind derartige Ausflüge bestimmt eine gute Sache. Bis dato wurde dieser Geocache insgesamt viermal seit dem Jahr 2008 geloggt.

Wer sich ein Ticket zur ISS nicht leisten kann, braucht nicht traurig sein, denn auch auf der Erde gibt es Geocaches, die sich rund um die Raumfahrt und das Leben in den Weiten des Universums drehen. Der Mystery Cache „Heldinnen der Raumfahrt“ (GC1QHN) ist beispielsweise ein solcher. Zur Lösung des Rätsels sind gute Kenntnisse von Science-Fiction-Serien gefragt. Über eine einfache Google-Suche mit den Suchbegriffen „Raumfahrt Geocaching“ lassen sich themenspezifische Geocaches finden.

Vielleicht werden in Zukunft noch weitere Cacher-Schatztruhen im Sonnensystem platziert. Eins ist jedoch bereits jetzt klar: Die Faszination für das Weltall und seine Geheimnisse packt fast jeden Erdling. Die nächsten Jahre und Jahrzehnte halten für uns eine Menge Space Explorationen bereit. Und die nächste wird wohl die erneute Landung von Menschen auf dem Mond sein. Da lässt sich doch bestimmt auch gut ein Geocache verstecken…

Was bringt uns die Raumfahrt hier auf der Erde?

Ohne die Entwicklungen in der Raumfahrt könnten wir Geocaching per GPS-Signal nicht spielen. Die Ortung der beliebten Schätze funktioniert nämlich nur, weil seit ein paar Jahrzehnten Satelliten um unsere Erde sausen. Sie übertragen die Koordinaten und lassen uns die Verstecke anpeilen. Ohne GPS (Global Positioning System) währe die moderne Schnitzeljagd also in dieser Form nicht möglich.

Die Frage, was uns die Raumfahrt hier auf der Erde bringt, ist vielfältig zu beantworten. In Sachen Geocaching ist uns bewusst, dass uns Erdbewohner*innen der Blick von außen die Schönheit und Einzigartigkeit unseres Heimatplaneten vor Augen führt. Und bei unseren Geocaching-Touren erleben wir es ja auch häufig selbst: Draußen in der Natur lernen wir die kleine blaue Kugel namens Erde so richtig schätzen.

Apropos Naturerlebnis und Satellitensignale aus dem All: Geocaching-Touren eignen sich hervorragend, um Kindern und Jugendlichen mit Spaß Prozesse in der Natur näher zu bringen. Aber auch naturwissenschaftlicher Unterricht lässt sich spannend mit einem Ausflug in die Welt des Geocaching verbinden. Sobald sich die Coronalage wieder entspannt, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne als Geocaching-Anbieter zur Verfügung.

Bereits vor der Conronapandemie waren unsere Events für Schulklassen beliebt. In unserem Blogbeitrag „Schulgeocaching – Smarte Schnitzeljagd für mehr Lernspaß: Geocaching für Schüler“ erfahren Sie mehr hierüber. Auch Unternehmen und Institute möchten die vielen Vorteile eines eigenen Geocaches nutzen, um lokal und global sichtbarer zu sein. Es muss ja nicht direkt ein MarsCache sein, der auf eine weite außerplanetare Reise geschickt wird. Auch hier auf der Erde gibt es noch sehr viele Möglichkeiten, einen Platz auf der Geocaching-Schatzkarte zu besetzen. Mit einem Geocache sind Sie genau an der richtigen Stelle. Gerne checken wir unverbindlich und kostenlos, ob das Versteck für Ihren Wunsch-Geocache noch frei ist: kundenschatz.de/testen. Unser Newsletter hilft Ihnen, die Welt des Geocaching besser kennenzulernen. Wir freuen uns auf Sie und verabschieden uns für den Moment: Bis bald im Wald!