Bitte lächeln: Fotografieren beim Geocaching

Verfasst am 3. November 2020 von Arne Muthmann

Es gibt viele Gründe, warum Geocacher*innen Fotos während ihrer Touren machen. Zwischen Abenteuerfotografie und einer erweiterten Cacherausrüstung bleibt die Frage: Wie schieße ich mit möglichst wenig Aufwand die besten Fotos und wie kann mir eine Kamera bei der Schatzsuche nützlich sein?

Geocaching nicht ohne Kamera!

Das Wort „Fotografieren“ lässt sich aus der griechischen Sprache ableiten und bedeutet so viel wie „mit Licht schreiben“. Früher brauchten Fotograf*innen noch eine riesige und schwere Ausrüstung, um die gewünschten Motive auf die Fotoplatten zu bannen. Nicht zu vergessen ist die Dunkelkammer, in der unter aufwändigen Verfahren die Fotos auf einen Bildträger transferiert wurden.

Diese Zeiten sind glücklicherweise schon lange vorbei. Das Smartphone dürfte wohl der am häufigsten von Schatzsucher*innen verwendete Lichtschreiber sein. Ohnehin ist das mobile Telefon der GPS-Empfänger Nummer Eins, mit dem die beliebten Schatztruhen ausfindig gemacht werden. Also liegt doch wirklich nichts näher als auf ein gutes Outdoor-Smartphone zu setzen und damit auch die Geocaching-Tour fotografisch zu dokumentieren.

Als erstes sollten sich Geocacher*innen darüber klar werden, ob sie ihre Geocaching-Tour oder CacherReise mit Fotos oder per Video „für die Ewigkeit“ festhalten möchte. Denn die Bearbeitungsdauer im Nachgang unterscheidet sich trotz der vielen technischen Möglichkeiten erheblich. Eine weniger aufwendige, videografische Dokumentationsmöglichkeit bieten sicherlich kurze und knackige Facebook- oder Instagramstories, die daheimgebliebene Geocacher*innen mit auf den Outdoor-Einsatz nehmen. Auch keine schlechte Idee, wenn man seine Geocaching-Erlebnisse mit anderen teilen möchte.

Fotomotive gibt es wie Sand am Meer, denn die Geocaching-Vielfalt ist so unfassbar breitbandig, dass wirklich fast alle Cacher-Adventures in eine gute fotografische Story gepackt werden können. Und nicht nur das: Denn der kleine Lichtschreiber in der Hosentasche kann auch sehr hilfreich zum Lösen von Mystery Caches sein. Es lohnt sich Hinweise oder Verdachtsmomente direkt abzufotografieren, um die Fotos zum Lösen der Rätsel direkt zur Hand zu haben. Nun gut, es gibt auch Leute, die gerne noch einmal alles abklappern, wenn sie die entscheidenden Details beim ersten Durchlauf übersehen haben.

Fotoausrüstung: Was brauche ich für mein nächstes Geocaching-Abenteuer?

Je nachdem wie ambitioniert die Schatzsuche nach den Geocaches betrieben wird, kann die ECA (=erweiterte Cacherausrüstung) ein beträchtliches Volumen annehmen. Wer jetzt auch noch eine schwere Kameraausrüstung oben draufpacken möchte, der ist sicherlich mit diesem schwerwiegenden Krafttraining bestens bedient.

Eine leichte Kameraausrüstung ist heute auch für ehrgeizig fotografierende *Geocacher*innen keine Frage des großen Geldbeutels mehr. Wie bereits oben erwähnt, holen auch stoßfeste und wasserdichte Outdoor-Smartphone qualitativ immer mehr auf. Oder das teure Deluxmodell wird kurzerhand in eine sturzsichere Schutzhülle gepackt.

Für Geocacher*innen, die unter keinen Umständen auf eine größere Kamera on Tour verzichten möchten, existieren bereits seit einiger Zeit sehr gute und trotzdem günstige spiegellose Systemkameras. Der Vorteil der Spiegellosen liegt in der Einsparung im positiven Sinn: Das sonst verbaute Element der Spiegelreflexkameras macht die Kamera kompakt und leichter. Auch Profikletter*innen nutzen diese Kameras, um an Felswänden nicht mit großem Gerät hantieren zu müssen.

Auch in Sachen „Objektive“ sind die spiegellosen Systemkameras etwas kleiner unterwegs. Sicherlich macht ein Objktiv mit einem relativ großen Zoombereich (beispielsweise mit 18-300mm Brennweite) Sinn, denn hier können nahe und ferne Dinge gut eingefangen werden. Aber auch hier gilt: Jede Geocacher*in hat beim Fotografieren ihre ganz persönlichen Vorlieben: Der eine konzentriert sich vielleicht eher auf den Boden vor sich und liebt die Makrofotografie und die andere drückt eher bei einem wunderschönen Landschaftspanorama auf den Auslöser. Der Vorteil eines Alleskönner-Objektivs ist sicherlich, dass höher gelegene Hinweise herangezoomt werden könnten, wenn das Hochklettern eventuell doch etwas schwerfallen würde.

Falls jetzt noch eine Ecke des Tourenrucksacks ein paar Quadratzentimeter Freiraum haben sollte, wäre ein leichtes, aber stabiles Stativ noch eine Investition wert. Stative haben zwei große Vorteile: 1. Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen verwackeln nicht, weil die Kamera stabil und ruhig auf dem Stativ positioniert werden kann. Und 2: Ein Selfie gelingt mit Stativ auch mal im Ganzkörperformat. Wie gesagt: Es kostet kein Vermögen mehr, wenn während einer Geocaching-Tour auch mal qualitativ hochwertigere Fotos entstehen sollen.

Fotomotive: Was beim Geocaching alles geknipst werden kann!

Geocaching zeichnet sich dadurch aus, dass Abenteuer*innen und Rätselbegeisterte zu Orten geführt werden, an die sie höchstwahrscheinlich nicht im „normalen“ Leben gereist wären. So hat jedes Versteck seinen besonderen Charme oder aber in der näheren Umgebung finden sich Fotomotive, für die der Geocache erst den entsprechenden Beobachtungshinweis geliefert hat.

Lost Places (kurz LP oder auch LPC genannt) sind Geocaches, die auf oder in der Nähe eines verlassenen Ortes versteckt wurden. Man stelle sich eine verkommene Fabrikhalle vor, die eine ganz spezielle, vielleicht sogar düstere Stimmung erzeugt. Für gewöhnlich kommen hier Menschen eher selten vorbei, wodurch diese Fotomotive einen außergewöhnlichen Reiz ausmachen.

T5er, also Geocaches mit einer sehr hohen T-Wertung (Terrainwertung) zeichnen sich durch einen besonderen Schwierigkeitsgrad aus. Allein diese Tatsache bedeutet, dass sich das Mitschleppen einer geeigneten Kamera lohnen könnte. Denn in schwindelerregender Höhe ist der Ausblick sicherlich sagenhaft und mindestens ein Erinnerungsfoto wert.

Geocaching-Touren mit GeheimPunkt

Augen auf und rein ins Abenteuer: Fotografieren soll genauso viel Spaß machen wie die Suche nach den verborgenen Schätzen. In diesem Sinn freuen wir uns als Team, dass wir an den verrücktesten und besonders interessanten Plätzen Geocaches installieren dürfen. Unsere Schätze bieten jede Menge starke Fotomotive, denn alle Geocaches designen wir mit Herzblut und einem Auge für das Fotogene.

Gerne führen wir euch an die Orte, an denen sich nicht nur die Entdeckung unserer Schatztruhen lohnt, sondern ebenso die Gegend drumherum. Unsere CacherReisen gehen sogar noch einen Schritt weiter und zeigen euch ferne Länder. Auch wenn derzeit die weltweite Pandemie Auslandsreisen und größere Geocaching-Touren erschwert, haben wir bereits jetzt spannende Reiseziele für 2021 im Programm. So listen wir derzeit mehrere Termine für eine Reise nach Tschernobyl, welche auch aus fotografischer Sicht eine ungewöhnliche Gelegenheit bietet und ganz eigene Motive liefert.

Alle Cacher*innen, die nicht ganz so weit verreisen möchten, legen wir unsere Geocaching-Touren an diversen Orten innerhalb von Deutschland ans Herz. Auch vor der eigenen Haustür und in der eigenen Stadt lassen sich abenteuergeladene Fototouren per Geocaching erleben.

Gerne beantworten wir alle Fragen und nehmen Anregungen und Ideen von euch auf. Also dann, Smartphone in die Hand und Kontakt zu unserem GeheimPunkt-Team aufnehmen. Wir freuen uns schon darauf!

Hotline: 0800 43 43 461 (Mo – Fr, 9.00 – 18.00 Uhr)

Mobil: 01577 8953441

E-Mail: info@geheimpunkt.de